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Tauernradweg 2011

Tauernradweg 2011
Tag 1
Am Samstag, den 04.08.11 erreichen wir frühmorgens Österreich gegen 10.00 Uhr kommen wir in Krimml an. Der Wetterbericht verkündet uns das denkbar schlechteste Wetter zum Radfahren. Starkregen, Wind in Böen stürmisch und Hagel. Um an unserem Zeitplan fest zu halten, geplant sind 5 Tage Tauernradweg, versuchen wir die Krimmlerwasserfälle, eine der Hauptattraktionen, mit dem Auto zu besuchen.
Aber es nützt alles nichts und wir brechen bei Dauerregen unseren Besichtigungsversuch ab, die Hagelwarnung zwingt uns auf ein Bed und Breakfest auszuweichen, denn wir wollen nicht riskieren das nach einem Hagelschauer, unsere Zelte im Eimer sind. Also schauen wir uns das Wetter durch die Scheiben unserer Unterkunft an und hoffen auf Wetterbesserung. Wir schlafen aus, schauen fern 

und suchen meine Vaude-Radschuhe, die so viel sei hier schon einmal verraten noch in Detmold im Schuregal stehen :-(. Unsere Räder stehen auf dem Anhänger und sehen in dem Regen doch irgendwie ein wenig verweist aus.


Tag 2 Krimmler Wasserfälle und zurück 12 Km
Am Sonntag lassen wir uns in unserer festen Behausung noch ein gutes Frühstück schmecken und verlegen dann unseren Wohnsitz auf den nächsten Campingplatz. 

Die Regenwolken haben sich zum Glück verzogen und die Sonne lugt zwischen den Wolken hervor. Wir müssen unsere Ausrüstung sortieren, umpacken klären wo wir unseren PKW nebst Anhänger abstellen können. Nachdem dann alles für den nächsten Tag vorbereitet ist, starten wir einen erneuten Besichtigungsversuch der Krimmlerwasserfälle. Aber diesmal Cyclingfamily like natürlich mit dem Rad. Wir klettern die 6 Kilometer auf herrlichen Waldwegen zurück zu den Krimmlerwasserfällen incl. eines kleinen Singeltrails der unseren Bikes aber nichts ausmacht. Wir besichtigen die Wasserfälle und man fragt sich wie viele Badewannen wohl hier in einer Minute voll werden und wandern hoch, bis zur ersten Hütte, dort lassen wir uns ein Eis schmecken und gehen zurück zu den Bikes. Wir rollen diesmal auf getrennten Wegen zurück zu den Zelten, die drei großen wollen unbedingt noch einmal den Waldweg nehmen Lydia und ich genießen die schnelle Abfahrt auf der Straße, obwohl und da bin ich mir sicher Marco, Timo und Nico alles versucht haben um vor ihren Eltern am Campingplatz zu sein, was aber leider nicht geklappt hat.  Ab jetzt ist abends wieder vorlesen angesagt und dieses Jahr ist da viel zu tun, denn wir werden ja nur kurz unterwegs sein, so wie es jetzt ausschaut drei Tage also kommen wir auf fünf Nächte, das bedeutet wenn wir das Buch durch bekommen wollen sind jeden Abend wenigstens 6 Kapitel dran. Aber weil der Sommer sich dem Ende neigt, wird es abends schnell dunkel und so ist das kein Problem.

Tag 3 Wald im Pinzgau bis Bruck 61 km
Wenn man sich das Höhenprofil vom Tauernradweg anschaut könnte man meinen, es geht fast nur bergab. Aber Radroutenplaner haben eine Priorität und die heißt, möglichst schöne Strecken die wenig befahren sind aus zu suchen. Wenn wir uns immer nur an diesen Streckenvorschlag gehalten hätten dann hätten wir schon am ersten Tag reichlich Höhenmeter sammel können. Aber wir machen es uns heute etwas leichter und umgehen die meisten Steigungen auf der wenn auch etwas stärker befahrenen B 168. Das ist mit unserem Gepäck dann nicht ganz so schweißtreibend. Das Wetter ist heute sehr schön warm und sonnig.

Wir genießen die Aussicht auf die Bergebesonders beeindruckt uns der Großvenediger der oben weiß gezuckert ist. Wir fahren mal rechts mal links der Salzach und machen irgendwann am Radweg  mittags eine zünftige Brotzeit.

Kurz bevor wir nach Kaprun einfahren, rollen wir unter einer Sommerrodelbahn entlang. Wir checken die Kosten und da wundert man sich dann manchmal doch recht positiv über die eigenen Kinder, wenn die dann beschließen das 23,-€ für eine Fahrt für 4 Leute einfach zu teuer ist. So fahren wir weiter bis Bruck und staunen nicht schlecht darüber das nicht nur Sommerrodelbahnen sondern auch Campingplätze hier recht teuer zu sein scheinen. Wir müssen für die ganze Familie knapp 67,-€ berappen. Natürlich ist der Platz edel ausgestattet aber eine Dusche und ein Platz für die Zelte hätten uns gereicht. Auf Mamorwaschtische, Sauna, Minigolf, etc. legen wir nicht so viel wert weil wir ja meistens erst spät am Nachmittag ankommen, willkommen ist aber auf jeden Fall der vorhanden Badesee und der Pool. Abends fängt es dann wieder an zu stürmen und zu wehen und der Himmel zieht sich zu.

Tag 4 Bruck nach St. Johann 43km
Morgens starten wir bei leichtem Nieselregen, aber das Wetter bessert sich Zunehmens. Wir klettern kurz vor Taxenbach einen kleinen Anstieg hochund in Taxenbach rasten wir dann ein paar Minuten. Ich erzähle meinen Jungs schon einmal, dass wir heute noch eine schwere Steigung vor uns haben, hoch zum Ausgleichsbecken, aber sonst geht es über Leng und Gigerach nur bergab. Das hebt die Stimmung aber ca. 1km vor Lend merken wir dann das die Theorie, sich nicht immer mit der Praxis decken muss. Es gibt eine Vollsperrung der Straße

mit dem Hinweis, dass selbst Fußgänger dort nicht durch kommen.Nun ist guter Rat teuer mit unserem kleinen Fenster in der Bikelinekarte ist eine genaue Orientierung nicht ganz einfach. Normalerweise habe ich immer eine Übersichtskarte mit, ich wollte  für die paar Tage das Geld sparen. Aber glücklicher Weise hilft uns ein sehr netter Motorradfahrer. Der für uns die Strecke auskundschaftet und nach 15 min wieder da ist mit der Nachricht das wir wohl um eine Zusatz-Bergetappe nicht herum kommen und außerdem noch über die 4 Spurige Bundesstraße müssen, die eigentlich für Radfahrer verboten ist.
Na das sind ja keine berauschenden Aussichten. Aber wir nehmen es wie es kommt, also den Berg hoch und Lydia fährt mit ihren roten Packtaschen und unserer Gelben Sicherheitsweste hinten. Über die Bundesstraße und hier kommt man sich wie auf der Autobahn vor. Wahrscheinlich sind wir in irgendeiner Radiodurchsage so nach der Art Vorsicht Radfahrer auf der B sowieso zwischen hier und da.  Nach ca. 4 Km Bundesstraße rollen wir dann dass 15% Gefälle nach Lend runter und freuen uns wieder mal an unserer guten Magura HS33 die uns sicher den Berg runter bringt. Weiter geht es die erste Steigung lassen wir noch links liegen aber zum Ausgleichsbecken müssen wir hoch und kommen an diesem Anstieg dann doch ganz schön ins Schwitzen. Eigentlich sind wir ja keine E-Bikefans aber jetzt, so ein kleiner Motor wäre ja nicht schlecht :-). Na ja, irgendwann sind wir oben, wir haben ja das Schieben letztes Jahr in Norwegen reichlich trainiert und weil wir uns alle immer gegenseitig helfen (z.B. fährt hier Marco Mamas rad den Berg hoch) 

kommen wir auch die Steigungen hoch, wenn auch nicht immer fahrend. Ja dann liegt eine herrliche Abfahrt nach Schwarzach vor uns und lange Abfahrten heben immer die Stimmung  und lassen den mühsamen Anstieg schnell vergessen.Wir entscheiden uns einfach heute, nach 2 starken Steigungen, schon in St. Johann Schluss  zu machen und nicht wie geplant hinter Bischofshofen.

Tag 5 St. Johann nach Golling 45 Km
Wir starten morgens in St. Johann um 10.00 Uhr. Bis Werfen genießen wir mit unseren Bikes eine herrliche Flachetappe. In Werfen schieben wir eine kurze Pause ein. 

Füllen unsere Kalorienspeicher auf und besichtigen ein wenig die Innenstadt, nebst Kircheund genießen den Ausblick auf Burg Hohenwerfen, die uns aber mit ihrer starken Steigung und unserem schweren Gepäck  nicht lockt.

Gleich nach Werfen geht es erst mal bergan es geht weiter über Tenneck und so ganz langsam  rücken die Bergwände immer näher aneinander so das in deren Mitte gerade noch Platz bleibt für die Salzach, die Bahn und die Bundesstraße und bedauerlicherweise für den Wind der leider genau von vorne kommt. Aber wir genießen die Ausblicke auf die steilen Bergwände, eine für uns ungewohnte Perspektive. Wir  nähern uns so pö a pö dem Pass Lueg der auch mit unserem Gepäck, für die meisten von uns fahrbar ist.
Wir sind dann oben auf 553m über NN verschnaufen einen Moment und genießen die herrliche Abfahrt nach Golling. Hier entscheiden wir uns, die Tour für dies Jahr zu beenden. Denn viel ist noch zu tun. Vor mir liegt noch eine 4,5 Stündige Bahnfahrt  zurück nach Krimml und dann noch einmal gut 2 Stunden Autofahrt wieder nach Golling um das Auto plus Anhänger zu meiner Familie und den Rädern zu bringen.
Denn morgen müssen wir unsere Zelte in Österreich abbrechen, um weiter zum Bodensee zu fahren. Weil dies Jahr die Eurobike in die Sommerferien fällt, ist es uns endlich einmal möglich das Weltgrößte Fahrradevent als komplette Familie zu besuchen und außerdem hat sich kurz vor dem Urlaub ein Termin beim Bikechannel ergeben. Wir kalkulieren dann einen Tag für die Reise Richtung Friederichshafen ein und am Freitagmorgen stehen wir dann um 09.30 Uhr mit unserem voll beladenen Tandem vor dem Osteingang der Messe
Friederichshafen. Um 10.00 Uhr sitzen wir dann in einer gemütlichen Runde beim Interview
(was dabei so heraus gekommen ist kann man hier sehen) und danach lassen wir die Messeneuheiten auf uns wirken und drehen die ein oder andere Runde mit unserem Traumliegerad. Das war mal ein Urlaub einer ganz anderen Art aber außer ein paar fehlenden Radkilometern haben wir nichts vermisst. Denn eins ist sicher der nächste Urlaub wird ja bestimmt wieder anders verlaufen und wann hat man als Großfamilie schon einmal einen Interviewtermin auf der Eurobike ;-)?