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Deutschland 2010

14.08.2010

Dagebüll > Husum. Wir starten heute Morgen um 10.30 Uhr. Kaufen ein wenig Brot in dem kleinen Shop auf dem Campingplatz und zum Frühstück gibt es unsere bestellten Brötchen. Die Dame in der Rezeption gibt uns einige Infos über unsere heutige Strecke, auch sagt sie gibt es vor Husum wohl keine Möglichkeit zum einkaufen es sei denn in Nordstrand, aber dort müssten wir vor 13.00 Uhr sein. Neben einer aktuellen Karte hatten wir uns den Dachgeber (Radlers Übernachtungsverzeichnis) schicken lassen und nun gelingt es mir für die kommende Nacht uns bei einem Dachgeber einzuquartieren. Also machen wir uns auf den Weg immer am Deich längs. Das bedeutet Schafgatter auf Fahrräder durch Schafgitter wieder zu.Wenn wir Glück haben können wir die großen Tore aufmachen, aber meistens müssen wir uns durch die kleinen Tore quetschen und da passen wir nur so gerade durch. Aber wir sehen viele Schafe  und genießen den Wind der uns heute kräftig von hinten schiebt. Aber es nützt alles nichts. Wir kommen erst um 13.15 Uhr in Nordstrand an und alle Geschäfte haben zu. Wir gönnen uns ein Fischbrötchen und fahren dann entlang der Hauptstraße um unsere Route etwas abzukürzen  und von Norden nach Husum rein zu kommen, in der Hoffnung dort noch auf ein offenes Geschäft zu treffen.   Gegen 15.00 Uhr finden wir dann endlich etwas und können unsere leeren Packtaschen auffüllen. Nun geht es weiter zu unserem Dachgeber den wir auch recht schnell finden. Er selbst ist nicht da, also lässt uns der Nachbar aufs Grundstück und zeigt uns wo wir unsere Zelte aufstellen können.
Wir dürfen die Küche mit benutzen  und ebenso das Bad. Abends unterhalten wir uns noch. Unser Dachgeber ist 69 Jahre alt und noch sehr rüstig und auch noch aktiv mit dem Rad unterwegs. Kurz bevor er ins Bett geht erkundigt er sich noch ob er uns Brötchen besorgen soll, was wir gerne annehmen.

15.08.2010

Morgens sind wir hier zum Frühstück eingeladen. Kurz bevor wir starten sagt er, er müsse jetzt los. Wir sollten einfach die Terassentür zu machen und hinter uns die Haustür schließen. Es war eine schöne Abwechslung einmal ein wenig verwöhnt zu werden. Wir machen uns wieder auf den Weg Richtung St. Peter Ording. Doch irgendwann verlieren wir unsere Route weil die Beschilderung fehlt. Jetzt geht es Richtung Tönning was uns aber nach einem kurzen Blick in die Karte auch nicht weiter stört, denn in St. Peter Ording hatten wir schon einmal Urlaub gemacht. Wir haben auch heute wieder kräftigen Rückenwind und kommen gut voran. Kurz hinter dem Eidersperrwerk treffen wir Christian der den Weserradweg gefahren ist und uns netter weise seine Karte gibt und mit uns seine Tüte Gummibären teilt. Ein nettes Erlebnis jetzt sind wir schon einmal gut mit Kartenmaterial für die weitere Route ausgestattet aber ich werde noch einen Freund bitten uns eine Übersichtskarte nach Otterndorf zu senden. Kurz vor Büsum machen wir Mittag und nehmen gegen 15.00  Uhr den letzten Abschnitt in Angriff. Aber leider werden wir mitten durch die Fußgängerzone gelotst wo wir uns dann durch das Menschengewühl quälen müssen, was mit unserem  langen Tandem wahrlich kein Vergnügen ist. Irgendwann ist auch das geschafft und wir kommen so gegen 17.00 Uhr an unserem Campingplatz an. Hier ist Waschtag angesagt. Gegen Abend zieht sich der Himmel zu und es tobt ein kräftiger Sturm über uns hinweg. Heute sind wir 63km gefahren.

16.08.2010

Büsum  >  Brunsbüttel. Wir fahren erst einmal bis Meldorf. Dort wird wieder einmal eingekauft. Als wir starten wollen gießt es in Strömen also ziehen wir unsere Pause vor uns Stärken uns mit einer Pizza vom Bäcker. Dann ziehen wir die komplette Regenmontur über und fahren los. Aber 5 Km hinter Meldorf hört es dann auf zu Regnen. Also schnell alles wieder aus weil man sonst von Innen trotzdem nass wird. Wir haben Glück und das Wetter hält sich bis Brunsbüttel. Wir fragen uns etwas durch bis zum Campingplatz und wollen gerade einchecken als wir die Familie aus der Schweiz wieder treffen die auch mit ihren 4 Kindern unterwegs sind. Heute bleibt ein wenig Zeit sich besser kennen zu lernen und sie erzählen uns das es eine Personenfähre gibt, von Brunsbüttel nach Cuxhafen die 2x am Tag fährt entweder 8.00 oder 16.00 Uhr. Aber wir entschließen uns doch über Glückstadt zu fahren. Denn uns liegt weder das frühe Aufstehen, noch das späte ankommen weil wir nach Otterndorf müssen. Denn dort hat uns ein Freund eine Karte vom Weserradweg hingeschickt. Momentan überlegen wir ggf. bis nach Hause zu fahren. Aber das können wir erst entscheiden wenn wir beide Karten haben und die Etappen fest gelegt sind. Heute waren es 55 Km.

17.8.2010

Brunsbüttel bis Otterndorf. Heute stehen wir früh auf weil wir nicht exakt wissen wie weit unsere Etappe ist. Mit dem Entfernungsmesser für Karten haben wir keine guten Erfahrungen gemacht weil trotzdem, dass wir immer ein paar Kilometer drauf rechnen irgendwie doch immer weiter fahren müssen. Wir sitzen um 10.00 Uhr im Sattel und fahren am Deich entlang zum Nordostseekanal. Kurz vor der Fähre über den Kanal kann ich auf einmal nicht mehr treten aber wir setzen erst einmal über und auf der anderen Seite versuche ich die Ursache zu finden. Das Problem ist schnell erkannt die Kette hat sich am kleinen Kettenblatt verklemmt weil wir 4 Kettenblattschrauben verloren haben.  Leider habe ich so etwas nicht als Ersatzteil eingepackt. Also fragen wir wo sich der nächste  Radladen befindet. Dummerweise auf der anderen Kanalseite. Also wieder rüber und dann 500m zurück  wir haben Glück die Kettenblattschrauben sind vorrätig. Also fixiere ich das kleine Kettenblatt und dann kommt die Schweizer Familie auf den Hof gefahren und mit unseren 11 Rädern ist jetzt alles voll. Aber wir können kurze Zeit später starten und so löst sich das Parkplatz Problem wieder schnell auf. Nun starten wir durch es geht immer an der Wasserkante lang und gegen 13.00 Uhr erreichen wir die Fähre in Glückstadt. Dort genießen wir den Radfahrervorteil bis nach vorne zu fahren uns nicht in der 2 Km lange Schlange anstellen zu müssen.Wir müssen nur 2 Minuten warten bis wir auf die Fähre dürfen. Auf der anderen Seite machen wir Mittagspause. Mittlerweile ist es so warm geworden das unsere Jungs ohne Shirt fahren. Wir biegen nach 2 km links ab nach Freiburg das wir dann nach ein paar Kilometer passieren. Das war es dann mit der Abwechslung dann kommt eine Distanz von 20 Km wo die einzige Abwechslung aus Deich, Wiese, Schafe besteht total monoton oder wie unsere Söhne das nennen laaaaangweilig.  Zum Schluss fahren wir auf dem Radweg entlang der B73. Um ein paar Kilometer zu sparen die uns aber sicher auf einer schöneren Strecke entlang geführt hätten. Otterndorf ist uns gut bekannt auch hier haben wir schon einmal 3 Wochen wegen einer ambulanten Kur verbracht. So brauchen wir nach dem Supermarkt und dem Campingplatz nicht lange zu suchen.  Leider wird die kommende Nacht sehr unruhig unser Tarp wird durch den Wind abgebaut und es tobt wieder ein heftiger Sturm. Was zur Folge hat das wir sehr wenig schlafen.
Heute 78km gefahren.

18.08.2010

Wir entschließen uns nach der schlechten Nacht noch einen Tag länger zu bleiben. Die Kids Verbringen den Tag in der Spielscheune, ein Indoorspielplatz ganz in der Nähe und Lydia und ich kaufen ein und reduzieren unser Schlafdefizit. Weil unsere Jungs von dem Trubel in der Nacht natürlich nichts mitbekommen haben.

19.08.2010

Otterndorf bis Nordenhamm. Eigentlich wollten wir bis Cuxhafen und dann an der Küste entlang aber der Wind bläst uns dermaßen scharf von vorne ins Gesicht das wir den ganzen Tag schwer zu kämpfen hätten. Also verlegen wir unsere Route weiter ins Inland. Zumal uns die immer mit Metallrohrrampen oder verschlossenen Radwege an der Wasserkante schon damals sehr geärgert hatten. Wir nehmen nun die Route über Altbruch, Lindensworth, Altenwalde, Nordholz wo wir am Aeronautikum ein schönes Marineflugzeug besichtigen.
Weil der Himmel sich zu zieht machen wir unter einem Überdach an einem Fußballplatz Mittag. Weiter geht es durch Sievern, Langen bis nach Bremerhaven wo wir uns bis zur Weserfähre durchfragen müssen.

Die Strecke nach Nordenham führt durch ziemlich heruntergekommene  Wohnviertel mit einem hohen Ausländeranteil. Auch der Campingplatz lässt stark zu wünschen übrig. Viel Geld für wenig Leistung aber es ist ja nur für eine Nacht. Heute standen 68 Km auf dem Tacho.

20.08.2010

Nordenham bis Julius Platte ( Borne). Heute werden wir nur eine kurze Distanz fahren was aber bei dem auffrischenden Gegenwind auch nicht weiter schlimm ist. Wir fahren über Brake und ergänzen unsere Vorräte. Dann geht es weiter bis Efelsfleth. Christian hatte uns von einer Engstelle auf einer Bahnbrücke erzählt und gesagt wir sollten mit unserem Longvehikel lieber die Alternativroute nehmen. Aber die ist leider gesperrt. Also fahren wir weiter bis kurz vor der Eisenbahnbrücke. Wir erkunden zu Fuß ob wir diese Stelle passieren können. Es ist zwar eng aber ich denke da passen wir durch. Also setzen wir unsere Bikes in Bewegung und nehmen dieses Nadelöhr in Angriff. Aber das Problem war gar nicht die Brücke sondern die Absperrung vor dem Bahnübergang. Jetzt wird es wirklich kniffelig. Umkehren kommt für uns nicht in Frage und ist mit dem Tandem auch gar nicht möglich. Also bringen wir alle Solobikes über den unbeschrankten Bahnübergang nehmen Diego aus seinem Anhänger und er und Fabio müssen auf der anderen Seite warten. Dann bringe ich den Bob rüber und zum Schluss zerren Lydia und ich das Tandem durch diese Engstelle.. Es ist wirklich Millimeterarbeit.  Aber wir sind doch Stolz das wir das gemeistert haben. Dann ist auf einmal der Zug da und wir müssen die lange Reihe von Wagons passieren lassen. Auf der anderen Seite heben wir nur den Stacheldraht etwas an und dann ist es geschafft. Kurze Zeit später treffen wir auf ein Melkhus wo wir uns bei dem warmen Wetter einen Milchshake gönnen. Dann geht es ab zum CP wo wir am frühen Nachmittag ankommen. Es bleibt sogar noch Zeit für ein Bad im nahen Badesee. Was Marco, Fabio, Nico und ich sehr genießen. Abends lese ich die letzten Kapitel aus dem Tal der Abenteuer. Morgen wollen wir unsere Reise hinter Bremen beenden. Heute sind wir 41km gefahren.

21.08.2010

Juliusplatte (Borne) nach Thedinghausen. Wir kommen morgens zeitig gegen 10.00 Uhr los. Heute haben wir Glück weil der Wind von hinten kommt. So kommen wir zügig voran obwohl es bis Bremen sehr drückend und schwül ist. Als Lydia am Rewe in Bremen einkauft habe ich ein nettes Gespräch mit einem Mann der ungefähr in meinem Alter ist über das woher und wohin.Dann wollen wir zum Marktplatz dem Roland und den Bremerstadtmusikanten  noch einen Besuch abstatten. Schade, dass uns nicht mehr Zeit für einen Aufenthalt bleibt, denn in Bremen kann man sich noch einiges anschauen (weitere Infos). Der schwierigste Teil ist heute an der Weserpromenade lang zu kommen den hier ist Flohmarkt, das ist sozusagen ein Hindernisparkour mit Level 10. Aber irgendwie kommen wir alle gut durch wenn es auch etwas dauert. Wir machen ca. 10 Km hinter Bremen noch eine kurze Kekspause. Dann fahren wir durch bis Thedinghausen wo uns ein guter Freund mit unserem Auto und Anhänger am Erbhof einsammelt.Nach dem wir dann 5.5 Wochen nicht zu Hause waren gibt es dann in Form eines Fotos das Bundesverdienstkreuz am Bande und sogar einen roten Teppich (Badematte).

Statistik

•    Gesamtkilometer 1535.60
•    Fahrzeit 95.48 Stunden
•    Durchschnitt 16.64 Km/h
•    Höchstgeschwindigkeit 63.40 Km/h
•    Platten 2
•    Achsbruch 1
•    Abgerissene Schraube 1
•    Verbogener Gepäckträger 1